Französisch-Guyana: Die Föderation der amerindianischen Organisationen von Französisch-Guyana (FOAG)



Quelle: Klima-Bündnis

In Französisch-Guayana leben sechs indigene Völker: Kali'na, Pahikweneh, Lokono, Wayana, Wayapi und Teko. Eine genaue Zahl der Indigenen ist schwer zu ermitteln, da die französische Regierung eine Volkszählung unter Berücksichtigung ethnischer Minderheiten nicht zulässt.

Indigene Organisationen, darunter die Fédération des Organisations amérindiennes de Guyane (FOAG), schätzen die Höhe der indigenen Bevölkerung auf etwa 19.000 Menschen,

was etwa 10 % der Gesamtbevölkerung (206.000) Französisch-Guayanas entspricht.

Französisch-Guayana ist seit 1946 ein Übersee-Department Frankreichs und damit integraler Bestandteil der Französischen Republik. Somit unterliegt es französischer und damit europäischer Rechtsprechung. Nach der französischen Verfassung haben alle Bewohner die französische Staatsbürgerschaft, wonach ethnische Minderheiten jedoch nicht erwähnt werden. Der durch die französische Verfassung festgelegte ‚Monolinguismus’ erschwert nicht nur die Umsetzung einer mehrsprachigen, sondern auch die einer multikulturellen Politik in Französisch-Guayana.

 

Die indigenen Völker fordern die Anerkennung ihres Status als ‚Volk’ sowie die Durchsetzung ihrer territorialen Rechte. Weitere Ziele sind die Verteidigung ihrer Kultur und ihrer Umwelt, sowie den Fortbestand ihrer traditionellen sozio-ökonomischen Aktivitäten. Derzeitig verfolgen die indigenen Einwohner Französisch-Guayanas ihre Ziele gemeinsam mit den Maroon-Gemeinschaften, den Nachfahren entflohener schwarzer Sklaven. Diese beiden Gruppen sind in der FOAG zusammengeschlossen.

 

 

Text aktualisiert: Maryhen Jiménez (April 2010)