Rücksichtslose Plünderung auf Kosten von Mensch und Natur

Der Schutz der Regenwälder steht seit Jahren ganz oben auf der internationalen Agenda. Sie gelten als herausragendes globales Erbe, das geschützt werden muss.

 

Fakt ist jedoch: Die Ausbeutung von Naturresourcen wie Holz, Gold, Erze, Erdöl und -gas
zerstört den Wald und damit die Existenzgrundlage indigener Völker. Die Vernichtung
schreitet weiter voran! Zusätzlich gefährdet die Ausdehnung von großen Plantagen und
Viehwirtschaft die Region. Dies ist nicht nur ein ökologisches Desaster, sondern hat auch soziale und kulturelle Konsequenzen.



Auf Nimmerwiedersehen: 1/5 des Amazonasregenwaldes

Täglich verschwindet eine Fläche von ca. 480 Millionen Quadratmeter Regenwald. Dieser wird abgeholzt und / oder abgebrannt. Um die Zahl etwas greifbarer zu machen: Dies entspricht der Fläche der Landeshauptstadt München.

 

Pro Jahr sind es ungefähr 200 000 Quadratkilometer – pro Minute 35 Fußballfelder.

 

Laut FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) sind
alleine von 2000 bis 2005 1,08 Millionen Quadratkilometer Regenwald zerstört worden.
In Brasilien sind bis heute 20 Prozent des ursprünglichen Regenwaldes bereits verloren.

  




1975


1986


1992


2001

 

Quelle: NASA/Goddard Space Flight Center, Scientific Visualization Studio

 

 

Hier finden Sie eine NASA-Animation, die die Waldrodung in den letzten 30 Jahren Brasilien zeigt.